Reicht mein Hausanschluss für eine Wallbox?
Das ist die erste Frage, die wir klären — und zwar vor dem Angebot, nicht danach. Wir sehen uns Anschluss, Zählerkasten und vorhandene Absicherung an und rechnen die zusätzliche Last gegen das, was schon dran hängt: Wärmepumpe, Herd, Durchlauferhitzer, gegebenenfalls Klimageräte. Häufig reicht der Anschluss, manchmal braucht es eine Anpassung im Verteiler, gelegentlich eine Abstimmung mit dem Netzbetreiber. Wer eine Wallbox verkauft, ohne das geprüft zu haben, schätzt.
Kann ich nicht einfach an der normalen Steckdose laden?
Für den Notfall und über kurze Strecken geht das mit dem Notladekabel — als Dauerlösung ist es die schlechteste Variante. Eine Haushaltssteckdose und die dahinterliegende Leitung sind nicht dafür gebaut, über Stunden nahe der Grenzlast zu arbeiten; bei älteren Installationen ist das ein echtes Risiko. Eine fest installierte Wallbox lädt schneller, überwacht sich selbst und hat die passende Absicherung dahinter.
Kann ich mit dem Überschuss meiner PV-Anlage laden?
Ja, und das ist der eigentlich interessante Teil. Die Wallbox bekommt die Information, wie viel Strom gerade übrig ist, und lädt entsprechend — vorrangig mit dem eigenen Strom statt mit Netzstrom. In Verbindung mit Speicher und Wärmepumpe legen wir die Reihenfolge gemeinsam mit Ihnen fest: Was hat Vorrang, wenn die Sonne für nicht alles reicht? Das ist eine Einstellung, keine Glaubensfrage, und wir richten sie so ein, wie Ihr Alltag ausschaut.
Wallbox im Mehrparteienhaus oder im Betrieb — was ist da anders?
Zwei Dinge: Lastmanagement und Zuordnung. Sobald mehrere Ladepunkte an einem Anschluss hängen, muss die verfügbare Leistung dynamisch verteilt werden, sonst löst irgendwann die Hauptsicherung aus. Und der verbrauchte Strom muss der richtigen Wohnung oder dem richtigen Fahrzeug zugeordnet werden können. Wir planen die Infrastruktur so, dass später weitere Ladepunkte dazukommen können, ohne dass wieder alles aufgerissen wird.
Muss die Wallbox angemeldet werden?
Ladeeinrichtungen sind gegenüber dem Netzbetreiber melde- beziehungsweise ab einer bestimmten Leistung zustimmungspflichtig. Die Abstimmung übernehmen wir, damit die Anlage von Anfang an sauber angemeldet ist. Zur Wallbox gehört außerdem der passende Fehlerstromschutz — welcher es genau ist, hängt vom Gerät und von der Installation ab, und das steht bei uns im Angebot.
Was bekomme ich am Ende in die Hand?
Eine angeschlossene, geprüfte und angemeldete Ladeeinrichtung, die Messprotokolle, die digitale Dokumentation und eine Einschulung. Und einen festen Ansprechpartner mit Handynummer — falls beim ersten Laden etwas nicht so läuft, wie es soll.